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IPZV-Präsident Uli Döing hat heute mit sofortiger Wirkung seinen Rücktritt vom Amt des Präsidenten des IPZV e. V. erklärt. Lesen Sie hierzu seine an die Mitglieder unseres Verbandes gerichtete Erklärung:

             Nottuln, den 21.08.2019

Liebe Mitglieder des IPZV e. V.,              

nach langer und gründlicher Überlegung habe ich mich entschlossen, mein Amt als Präsident des IPZV e. V. mit sofortiger Wirkung niederzulegen.

Die Vorstandsgeschäfte wird mein Stellvertreter, IPZV-Vizepräsident Peter Nagel, bis zur Neuwahl einer Präsidentin / eines Präsidenten weiterführen, unterstützt von Schatzmeister Peter Roenn.

Warum habe ich mich zu diesem Schritt nicht schon nach der Jahreshaupt-versammlung 2019 entschieden, wie es der ein oder andere von mir offenkundig bereits zu diesem Zeitpunkt erwartet hat? Weil es damals wie heute für die Forderung nach einem derartigen Schritt keine in der Sache begründete Rechtfertigung gab und gibt.  

Auf dieser Jahreshauptversammlung habe ich in meinem Jahresbericht offen zugegeben, dass ich im Rahmen des Abschlusses eines Interim Management-Vertrages mit dem damaligen Schatzmeister Fehler gemacht habe, auch wenn ich diesen Vertrag nicht ohne vorherige juristische Beratung abgeschlossen habe und meine Sicht der Dinge nach wie vor eine in weiten Teilen andere ist als die, die in sogenannten sozialen Medien verbreitet wird. Auch habe ich es versäumt, die Mitgliederversammlung 2018 vor der Wiederwahl des Schatzmeisters darauf hinzuweisen, dass es den o. a. Vertrag gibt. Ich möchte aber noch einmal ausdrücklich betonen, dass dies nicht mit Absicht geschehen ist, sondern mir zum Zeitpunkt der Mitgliederversammlung nicht im Bewusstsein war. Hierfür habe ich vor der Mitgliederversammlung 2019 öffentlich die Verantwortung übernommen und um Entschuldigung gebeten.

Verantwortung übernehmen hieß und heißt für mich aber nicht, mich durch einen sofortigen Rücktritt aus der Schusslinie zu nehmen, sondern ich hatte die Absicht, bis zur nächsten Jahreshauptversammlung an der weiteren Aufklärung der Angelegenheit mitzuarbeiten und mich auch aktiv in die Arbeit notwendiger Veränderungen an GVO und Satzung einzubringen.

Heute muss ich erkennen, dass dieses aktive Mittun von der Mehrheit der Landesvorsitzenden des IPZV e. V. nicht gewünscht wird. Zunächst stand der Vorwurf im Raum, ich hätte die Aufklärungsarbeit behindert und verschleppt, was ich entschieden von mir weise und was meine beiden Vorstandskollegen wie auch die Mitglieder des IPZV-Präsidiums bezeugen können. Der komplette IPZV-Vorstand hat  von Anfang an aktiv an der Aufklärung gearbeitet und sich auch um eine juristische Bewertung der aufgeworfenen Fragen gekümmert.

Daneben wurde gegen mich auch der Vorwurf erhoben, die Arbeit des Vorstands sei für die Mitglieder nicht transparent gewesen. So wurde z. B. verlangt, die mit Mitarbeitern des IPZV e. V. geschlossenen Verträge öffentlich zu machen. Bei aller gebotenen Transparenz muss allerdings abgewogen werden, ob die schützenswerten Rechte von Mitarbeitern nicht höher zu bewerten sind als ein Anspruch auf scheinbare Transparenz. Diese Frage habe ich zugunsten der Mitarbeiter entschieden.

Teile des Länderrates sehen dies alles nicht so und haben das auch öffentlich verlauten lassen, was den ohnehin schon in vielerlei Hinsicht unqualifizierten Angriffen auf meine Person in sozialen Netzwerken weitere Nahrung gab. Schließlich forderte mich der Länderrat bereits sechs Wochen, nachdem auf der Mitgliederversammlung ein gemeinsames Maßnahmenpaket von Länderrat und Präsidium verabschiedet worden war, am 21.05.2019 mit breiter Mehrheit auf, vom meinem Amt als IPZV-Präsident zurückzutreten.

Diesem Ansinnen bin ich zunächst nicht nachgekommen, weil ich das Gefühl hatte, dass ich vor dem Hintergrund der anstehenden wichtigen Arbeiten in einem WM-Jahr dem Verband mit meinem Rücktritt nicht helfen würde. Vor allem aber hat mich das Präsidium des IPZV e. V. am 27. Mai 2019 einstimmig aufgefordert, nicht zurückzutreten und meine aus seiner Sicht erfolgreiche Arbeit fortzusetzen. Für dieses Vertrauen des Präsidiums möchte ich mich noch einmal ganz herzlich bedanken! Die Arbeit mit euch hat mir immer viel gegeben und ich möchte euch an dieser Stelle für euer außergewöhnlich hohes Engagement für den Verband danken.

Da der Länderrat auf meine Mitarbeit offenkundig keinen Wert mehr legt, z. B. wurde auf mein Angebot, in der Arbeitsgruppe zur Überarbeitung von GVO und Satzung mitzuarbeiten, nicht einmal reagiert, und die Mehrheit der Landesvorsitzenden ihre Rücktrittsforderung weiter aufrecht erhält und diese zuletzt am 30. Juli durch eine LR-Delegation wiederholt hat, sehe ich nun nach Abschluss der WM den Zeitpunkt für gekommen, meinen Platz zu räumen.

Dies fällt mir schwer, weil mir der IPZV viel bedeutet und ich der festen Überzeugung bin, dass meine Arbeit in Präsidium und Vorstand in vielen Punkten erfolgreich war. Mir fällt der Rücktritt auch deshalb schwer, weil mir in den letzten Wochen und Monaten viele Menschen den Rücken gestärkt haben und mich unter- und gestützt haben und sich wünschen, dass ich weitermache. Leider, oder vielleicht auch Gott sei Dank, sind dies Menschen, die nicht so laut sind wie meine Kritiker. Bei diesen Menschen möchte ich mich für mein Gehen entschuldigen und um Verständnis für meinen Schritt werben!

Für die Zukunft gebe ich zu bedenken, dass diejenigen, die sich für unseren Verband engagieren, dies in der Regel ehrenamtlich tun. Deshalb sollten sich auch die Kritiker dieser ehrenamtlichen Tätigkeit die Frage stellen, ob es angemessen und sinnvoll ist, Ehrenamtler mit sämtlichen, auch höchst fragwürdigen  Mitteln anwaltlicher Kriegskunst zu bekämpfen. Wenn dieses Vorgehen Schule macht, wird sich möglicherweise bald kaum noch qualifiziertes Personal finden, das bereit ist, seine Zeit, seine Fähigkeiten und seine Kompetenz ohne erkennbare Gegenleistung, aber in ständiger Gefahr, persönlich diffamiert zu werden, für das Gemeinwohl einzusetzen.

Denn wenn man das Gefühl hat, dass jede im Amt getroffene Entscheidung so behandelt wird, als sei sie vom Gegner in einem Prozess getroffen, jeder Schritt auf seine Kritiker zu nicht positiv honoriert wird, sondern als vermeintliche Schwäche dazu benutzt wird, um erneute Angriffe zu starten, und reine Polemik eine sachliche Diskussion unmöglich werden lässt, muss man sich fragen, ob es dem Verband wirklich noch nützt, dass man im Amt bleibt.

Für eine weitere erfolgreiche Arbeit an der Spitze des IPZV e. V. braucht man nicht nur Visionen, Ideen und Ziele (daran besteht bei mir nach wie vor kein Mangel), sondern man braucht auch Vertrauen in die Menschen, mit denen man zusammenarbeitet. Dieses Vertrauen habe ich leider bei einer Reihe von Menschen verloren und dies nimmt mir die Kraft, die jeder für eine erfolgreiche ehrenamtliche Arbeit in der Verbandsführung braucht.

Ich habe in meiner Zeit als Präsident, Ressortleiter Ausbildung, Landes- und Länderratsvorsitzender viele schöne Begegnungen mit Menschen gehabt, an die ich gerne zurückdenke. Ich habe viele Mitglieder des IPZV kennengelernt, die für die Sache brennen und sich ungeheuer engagieren. Ich bin vom Präsidium des IPZV und den Mitarbeiter/-innen der Geschäftsstelle immer unterstützt worden. Ihnen und euch allen danke ich sehr für diese positiven Erfahrungen!

Möge es mit unserem IPZV weiter aufwärts gehen! Ich wünsche meiner Nachfolgerin / meinem Nachfolger stets eine gute Hand und viel Erfolg!

Liebe Mitglieder des IPZV e. V., ich verabschiede mich von Ihnen als Präsident, bleibe dem IPZV als normales Mitglied treu und wünsche Ihnen alles erdenklich Gute!

 

 

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